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LEXIKON |
italienischer Avantgarde-Regisseur (geb. 29.9.1912 in Ferrara), begegnete während seines Film-Studiums in Rom Künstlern wie Roberto Rossellini, mit denen er später zusammenarbeitete. Antonioni gehört zu den großen Regisseuren des italienischen Neorealismus. Themen seiner Arbeit sind die Nachkriegsgesellschaft, menschliche Isolation und der Ausbruch aus gesellschaftlichen Konventionen, zusätzlich beschäftigte er sich mit der Frage, inwieweit Medien fähig sind, die Realität anzubilden und gleichzeitig zu hinterfragen.
Seine bekanntesten Werke sind „Blow Up“, „Die Nacht“ und „Beruf: Reporter“, in dem Jack Nicholson 1973 in einer seiner ersten großen Rollen zu sehen war.
1995 ging aus einer Zusammenarbeit mit Wim Wenders der Episoden-Film „Jenseits der Wolken“ hervor. Wenders hielt diese Erfahrung in seinem Tagebuch fest und veröffentlichte dieses später unter dem Titel „Meine Zeit mit Antonioni“.
spanischer Schauspieler (10. 8. 1960 in Málaga).
Der Sohn eines Polizisten und einer Lehererin wollte eigentlich Fußballer werden, diesen Traum musste er allerdings in jungen Jahren wegen einer Beinverletzung aufgeben. Stattdessen begann Antonio Banderas eine Schauspielausbildung an der Malagaer Schauspielschule „School of Dramatic Art“ und trat zunächst auf verschiedenen Bühnen der spanischen Hauptstadt auf, ehe er auch als Leinwandschauspieler debütieren konnte.
In der Folgezeit spielte er in einigen nationalen Film- und Fernsehproduktionen, teilweise unter der Regie von Pedro Almodóvar. Aufmerksamkeit in Amerika konnte er erstmals 1992 erlangen, als er eine Hauptrolle in "Mambo Kings" einem von Almodóvars bizarren Kunstfilmen übernahm. In Folge dessen siedelte er in die Vereinigten Staaten über wo er unter anderem in "Philadelphia", "Desperado" und die "Maske des Zorro" spielte. Bereits 1999 versuchte sich Antonio Banderas mit "Verrückt in Alabama" selbst als Regisseur und sein zweites Regiewerk „El camino de los ingleses“ (dt. "Sommerregen") wird 2007 auf der Berlinale zu sehen sein.
schwedischer Regisseur (geb. 14.7.1918, gest. 30.7.2007), führte seit 1946 Regie in über 60 Filmen und 120 Theaterinszenierungen.
Mit 19 Jahren entdeckte der junge Bergman den Film für sich. Die schwedischen Stummfilmregisseure Mauritz Stiller und Victor Sjöström wurden seine Vorbilder wie auch der Schriftsteller August Strindberg.
Der Durchbruch gelang ihm 1955 mit dem Film „Das Lächeln einer Sommernacht“, der im Jahr darauf bei den Festspielen in Cannes ausgezeichnet wurde.
Bergmans bekanntestes Werk ist „Szenen einer Ehe“ von 1973. Seine Filme sind geprägt von der Mythologie, der Suche nach dem Sinn und nach Gott sowie der Psyche der Charaktere, unterstrichen durch Schwarz-Weiß-Aufnahmen und insbesondere deren Lichtgebung seiner frühen und mittleren Werke.
Bergman war ein streitbarer Filmemacher. So legte er sich mit der Filmzensur an, indem er drei Einzelbilder eines erigierten Penis in den Abspann seines Films „Persona“ schnitt. 1976 kam es zu einer bedeutenden Auseinandersetzung zwischen Bergman und der schwedischen Regierung, die ihn wegen Steuerhinterziehung belangen wollte. Aus Wut verließ Bergman seine Heimat und lebte bis 1981 in München. 1982 kehrte er zurück und drehte seinen letzten Film „Fanny und Alexander“.
Internationale Filmfestspiele Berlin, 1951 zum ersten Mal im Titania-Palast veranstaltet; Eröffnungsfilm war Alfred Hitchcocks „Rebecca“. Heute ist sie das größte Kulturereignis der Stadt und eines der wichtigsten Events der deutschen und internationalen Filmindustrie.
Jedes Jahr kommen mehr als 16.000 Fachbesucher, darunter über 3.600 Journalisten aus über 80 Ländern; rund 350 Filme, meist Welt- oder Europapremieren, werden während der zwei Wochen im Februar gezeigt.
Die Berlinale unterscheidet zwischen verschiedenen Sektionen: internationales Kino im Wettbewerb, Independent und Arthouse im Panorama, Kino speziell für ein junges Publikum in der Sektion Generation, deutsche Filmlandschaft in der Perspektive Deutsches Kino und Filme aus „entfernten“ Filmländer und experimentelle Formen im Internationalen Forum des Jungen Films. Ergänzt wird das Programm durch eine Retrospektive sowie eine Hommage, die sich auf das Lebenswerk einer großen Filmpersönlichkeit konzentriert.
Italienischer Regisseur (geb. am 16.3.1941 in Parma), dessen Filme vor allem für ihren farbenfrohen Stil bekannt sind.
Bertolucci drehte 1962 bereits im Alter von 21 Jahren seinen ersten Film „La commare secca“, 1964 gefolgt von „Vor der Revolution“.
Der Boom des italienischen Kinos verlangsamte sich in den 1970er Jahren, als auch die weltweite Filmindustrie eine Rezension erlebte. Regisseure waren immer häufiger gezwungen, ihre Filme mit ausländischen Gesellschaften zu koproduzieren. Daher drehte auch Bertolucci „Der letzte Tango in Paris“ mit ausländischen Stars wie Marlon Brando, was dem Regisseur 1972 die erste Oscar-Nominierung einbrachte.
Sein Film „Der letzte Kaiser“, für den er als erster Filmemacher die Erlaubnis erhielt, in der Verbotenen Stadt in Peking zu drehen, bekam 1987 schließlich neun Oscars auf einen Schlag.
Über seine Filme sagte Bertolucci einmal: „Meine Filme liefern keine Botschaften ab – dafür ist die Post zuständig.“
Der nationale Filmpreis Frankreichs und einer der bedeutendsten Preise der Filmindustrie wurde 1976 zum ersten Mal vergeben. Nominierungen werden durch die Mitglieder der Académie des Arts et Techniques du Cinema vorgenommen.
Die im Fernsehen ausgestrahlte Zeremonie zur Preisverleihung, der so genannten La Nuit des césars (dt.: "Die Nacht der Césars"), findet jedes Jahr im Februar im Théatre du Châtelet in Paris statt. Der César ehrt die besten Filme, Schauspieler und Regisseure des französischen Films. Ursprünglich wurde der César in 13 Kategorien vergeben, zur Zeit gibt es 20 Kategorien, unter anderem eine für internationale Filmproduktionen.
Der Preis ist nach dem französischen Bildhauer César Baldaccini benannt, der die Trophäe entworfen hat.
1991 gegründet, ist die Cologne Conference das führende deutsche Festival für außergewöhnliches Fernsehen und unabhängige Filmproduktionen. Mit rund 6.000 Teilnehmern und Besuchern zählt sie zu den größten europäischen Veranstaltungen ihrer Art.
Beim Fernseh- und Filmfestival stellen sich neue Serien, Fernsehfilme und Dokumentationen dem Urteil der Jury; die Wettbewerbsreihen „TopTen Fiction“ und „TopTen Nonfiction“ werden der Branche und dem interessierten Publikum präsentiert. Die Reihe „Spectrum Junger Film“ zeigt herausragende Debüts junger Filmemacher. Zusätzlich bietet eine international besetze Vortragsreihe ein Forum für Medienfachleute, sich über aktuelle inhaltliche und ästhetische Trends in den verschiedenen TV-Genres zu informieren.
französischer Schauspieler (geb. am 27.12.1948 in Chateauroux), nahm in jungen Jahren erst Box- und später Schauspielunterricht bei Jean-Laurent Cochet in Paris, ehe ihm 1974 mit „Die Ausgebufften“ von Bertrand Blier der Durchbruch gelang.
Es folgten Rollen u. a. in Bernardo Bertoluccis Drama „1900“ und Francois Truffauts Film „Die Frau von nebenan“ an der Seite von Fanny Ardant. In den frühen 70er Jahren wurde Depardieu im europäischen Kino als rebellischer junger Mann bekannt. Nach dem Erfolg von Cyrano von Bergerac (1990), für den er den César und eine Oscar-Nominierung erhielt, begann er, auch in den USA zu drehen. Hier entstanden u.a. „Green Card“ von Peter Weir, für den er mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde, und „Der Mann in der eisernen Maske“ an der Seite von John Malkovich und Leonardo DiCaprio.
Gérard Depardieu gilt heute, auch international, als eine Galionsfigur des französischen Films und Botschafter des französischen Kinos. 1996 wurde er mit dem höchsten französischen Titel geehrt, dem ‚Chevalier du Légion d'Honneur'.
deutscher Regisseur (geb. 10. November 1955 in Sindelfingen bei Stuttgart) dessen Interesse in seiner Jugend insbesondere der Malerei und Bildhauerei galt. Nach dem Abitur absolvierte er zuerst ein dreimonatiges Volontariat beim Süddeutschen Rundfunk und begann im Anschluss daran 1978 das Studium an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen.
Am Ende seines vierjährigen Produktionsdesign-Studiums landete er mit seinem Abschlussfilm "Das Arche Noah Prinzip", der als Eröffnungsfilm der Berlinale gezeigt wurde, einen großen Erfolg. Sein zweiter Film "Joey", 'Emmerichs filmisches Reifezeugnis" wurde bereits zu großen Teilen in Amerika gedreht und verdeutlichte bereits Emmerichs Begabung für Spezialeffekte. Diese Produktion brachte ihm den Spitznamen "Spielbergle" ein. Bei den Dreharbeiten zu dem düsteren Zukunftsfilm "Moon 44" (1989) lernte Emmerich den Schauspieler Dean Devlin kennen, mit dem ihn fortan eine enge Freundschaft verband und der später bei einigen Emmerich- Produktionen als Co-Autor und -Produzent fungierte. Durch "Moon 44" wurde man in Amerika auf Emmerich aufmerksam. Jedoch erst mit seinem zweiten Filmprojekt in den USA, "Universal Soldier" (1992) gelang ihm der Durchbruch in Hollywood.
Sein Film "Stargate" (1994) wurde zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres und damit ein Zeichen dafür, dass Emmerich sich in Hollywood etabliert hatte. Spätestens durch den Welterfolg "Independence Day" (1996) mit Will Smith in der Hauptrolle waren aufwändige Spezialeffekte zu seinem Markenzeichen geworden. So avancierte er mit seiner neugegründeten Unterfirma "Centropolis Effects" zu einer der wichtigsten Einrichtungen für Specialefects in Hollywood.
Im Jahr 1997, folgte die Neuverfilmung von "Godzilla". Auch bei dieser Produktion zog Emmerich alle Register der Tricktechnik und Computeranimation. 2000 kam das Action-Drama "Der Patriot" mit Mel Gibson in die Kinos. 2002 brachte er "Arac Attack" und 2004 den Katastrophenfilm "The Day After Tomorrow", in dem Emmerich eine neue Eiszeit heraufbeschwört, auf die Kinoleinwände.
Der US-amerikanische Filmpreis Emmy ist einer der bedeutendsten nationalen und internationalen Fernsehpreise und wird seit 1949 jährlich in mittlerweile 91 verschiedenen Kategorien vergeben.
Eine der Grundvoraussetzungen für die Nominierung einer TV-Produktion für diesen Award ist, dass der Film von einem Fernsehsender erstmals ausgestrahlt wurde.
Italienischer Regisseur (geb. am 20. Januar 1920 in Rimini; gest. 31. Oktober 1993 in Rom), zählte zu den wichtigsten Filmemachern seiner Zeit.
Während des Faschismus waren die Avanguardista seine ersten Drehbücher für die Alleanza Cinematografica Italiana (ACI), eine Produktionsfirma von Mussolinis Sohn Vittorio, der ihn Roberto Rossellini vorstellte.
1944 durfte Fellini erstmals als Drehbuchautor bei Rossellinis „Rome: Open City“ mitarbeiten, zwei Jahre später saß er bei „Paisà“ im Regieraum. Diese beiden Filme gehören zu den schönsten des italienischen Neorealismus. Als Drehbuchautor und Regieassistent war er maßgeblich an der Entwicklung dieses Stils beteiligt.
Seine ersten eigenen Filme „Der weiße Scheich“ und „Der Müßiggänger“ drehte er ab 1952. Bereits Fellinis dritter Film „La strada“ (1954) wurde ein Welterfolg. Mit ihm wurde er zum Star und gewann den ersten Oscar für den besten ausländischen Film.
In seiner 40 Jahre dauernden Regie-Karriere inszenierte er 20 Spielfilme. Die Liste der Preise, die er im Laufe der Zeit bekam, ist endlos lang. Für den Oscar wurde er 12 Mal nominiert, gewann ihn jedoch nur zwei Mal. Deshalb wurde Fellini 1993, in seinem Todesjahr, mit dem Ehren-Oscar ausgezeichnet.
Am 31. Oktober 1993 starb Federico Fellini an den Folgen eines Herzanfalls.
amerikanischer Drehbuchautor und Regisseur (geb. 11. 7. 1952),
drehte seine ersten Amateurfilme als Teenager auf Super 8. Seinen Ruf erarbeitete er sich mit seinen schonungslosen Portraits des Bronxer Straßenlebens. 1979 drehte er "Driller Killer". Dieser Film wurde sein erster komerzieller Erfolg. Gute Kritiken für "Ms. 45" verhalfen ihm einen gewissen Kultstatus zu erlangen. Obwohl es ihm mit der finanziellen Unterstützung der Filmindustrie nun auch gelang, namhafte Darsteller zu verpflichten, nahm er seine Kamera weiter mit in die Abgründe New Yorks, wie sein Low-Budget-Film "Bad Lieutenant" (1992) mit Harvey Keitel in der Hauptrolle zeigt.
Nach dem Film-im-Film-Drama "Dangerous Game" (1993) mit Madonna in der Hauptrolle widmete sich Ferrara dem extremen Schwarz-Weiß-Vampirfilm "The Addiction" (1994), den er komplett aus eigenen Mitteln finanzierte. Es folgten die düstere "Der Pate"-Referenz "Das Begräbnis" (1996) und "The Blackout" (1997), das beeindruckende Porträt eines Alkoholikers alias Matthew Modine.
Ferraras Arbeiten gelten als deutlich vom französischen Filmemacher Robert Bresson beeinflusst. In jüngster Zeit thematisiert er stark religiöse Fragen und setzt sich insbesondere mit dem Katholizismus auseinander. Seine Filme spiegeln die Sehnsucht nach Erlösung und menschlicher Güte inmitten von Gewalt und Zerstörung wieder.
Italienischer Filmregisseur (geb. am 11.5.1928 in Mailand, gest. am 9.5.1997 in Paris), ehemaliger Journalist, war 1951 an der "Documenti mensili" beteiligt, einer magazinartigen Filmreihe, an der Antonioni, DeSica, Alberto Moravia, Visconti und Zavattini mitarbeiteten. Er hat später groteske und bösartige Filme gedreht, die oft mit lustvoller Konsequenz Tabus zerstörten und gesellschaftliche Normen satirisch auf die Spitze trieben. In seinem erfolgreichsten Werk "Das große Fressen" von 1973 ließ er eine dekadente Gesellschaft sich zu Tode fressen, "Die letzte Frau" (1975) endet mit der verzweifelten Kastration des Helden.
"Ich glaube, der Mann ist auf dem Weg in den Untergang. Es bleibt ihm nichts weiter als das pure Überleben und je schwächer er wird, umso stärker wird die Frau“, sagte er einmal in einem Interview. So mutet auch "Affentraum" von 1978 wie eine Demonstration dieser düsteren These an. Hier stirbt das Männlichkeitssymbol King Kong vor dem New Yorker World Trade Center.
Eine enge Freundschaft verband ihn seit "Dillinger ist tot", einem der wichtigsten Filme des Regisseurs, mit Michel Piccoli. Der französische Theater- und Filmschauspieler trat nicht nur in zahlreichen Filmen des Italieners auf, man sah sie auch häufig privat zusammen in Paris oder Rom, in Berlin oder in Cannes, wo man Ferreri 1995 eine Werkschau widmete.
Britischer Experimentalkünstler Drehbuchautor, Filmregisseur, Kameramann und Cutter (geb. am 5. April 1942 in Newport, Wales), wurde 1980 bekannt mit der dreistündigen fiktiven Dokumentation „The Falls“. Dadurch geriet er an den niederländischen Produzenten Kees Kasander, der fortan seine Filme produzierte, wie das surreale Werk "ZOO - Ein Z und zwei Nullen" über Tiere, Verwesung, Symmetrie und Schicksal. 1989 erreichte er einen neuen Grad an Publizität durch die skandalöse schwarze Komödie "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber", deren Aufführung in Amerika verboten wurde.
Mit "8 1/2 Frauen" schuf Greenaway 1999 eine witzige Hommage an Federico Fellini voller sexueller Obsessionen. Greenaways neuestes Projekt, "The Tulse Luper Suitcases", umfasst drei Spielfilme, eine Fernsehserie, 92 DVDs, CD-ROMs, und Bücher über das Leben von Tulse Luper, eine vom Regisseur erfundenene Figur, die er in mehreren seiner Werke verwendet.
Greenaways künstlerischer Anspruch ist kein geringerer als der, die Sprache des Films - die nach seiner Auffassung seit den 1920er Jahren keine Entwicklung mehr erfahren habe - grundlegend zu erneuern. Kennzeichen seiner Filme sind lange Totaleinstellungen auf minuziös durchgestaltete, statische Arrangements von Dekorationen und Schauspielern.
eigentlich Werner H. Stipetic, Deutscher Regisseur (geb. am 5.9.1942 in München), verbrachte seine Kindheit auf einem bayerischen Bauernhof. Später teilte er sich in München eine Wohnung mit dem Exzentriker Klaus Kinski . Trotz ihres schwierigen Verhältnisses gab Herzog Klaus Kinski fünfmal die Hauptrolle in seinen Filmen. 1999 drehte er mit „Mein liebster Feind“ sogar einen Dokumentarfilm, in dem er ihre turbulenten Auseinandersetzungen zum Hauptthema machte. Nach dem Abitur studierte Herzog in München Geschichte, Literatur- und Theaterwissenschaften – jedoch ohne Abschluss. Danach zog es ihn in die USA, wo er kurzzeitig Film und Fernsehen in Pittsburgh studierte. Als Überbleibsel aus dieser Zeit drehte Herzog viele seiner Filme auf Englisch.
Herzogs Gesamtwerk umfasst mehr als 40 Spiel- und Dokumentarfilme. Mitte der achtziger Jahre versuchte sich das Multitalent auch mit Erfolg an der Inszenierung von Opern. Geachtet wurde er vor allem durch seine Inszenierungen von Wagner.
mexikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent (geb. 15.08.1963 in Mexiko City, Mexiko).
Neben seinen mexikanischen Regisseurkollegen Guillermo Del Toro ("Pan's Labyrinth") und Alfonso Cuarón ("Children of Men") zählt Iñárritu zu den bedeutendsten Regisseuren Mexikos.
Sein erster Spielfilm “Amores perros“ (2000), den er komplett ohne staatliche Förderungsmittel produzierte, wird völlig überraschend ein riesiger Erfolg und auf internationalen Film-Festivals mit Preisen wie dem Großen Preis der Semaine de la critique in Cannes, dem FIPRESCI-Preis, 11 Golden Ariel Awards, die das mexikanische Pendant zum Oscar® darstellen, ausgezeichnet und u.a. als bester ausländischer Film für den Golden Globe und den Oscar® nominiert.
Bevor Iñárritu seine eigene Produktionsfirma Zeta Films gründete, arbeitete er für das mexikanische Fernsehen, wo er beim Dreh von TV-Werbungen das notwendige praktische Wissen als Filmschaffender erlernt.
Ein Markenzeichen Iñárritus ist die Episodenhaftigkeit, mit der er seine Filme inszeniert. Das Besondere liegt in der zunächst undurchsichtigen und im Verlauf der Handlung immer klarer werdenden Verwebung seiner Charaktere miteinander.
Durch das erfolgreiche Debüt des Mexikaners wird auch Hollywood auf ihn aufmerksam. Iñárritu zieht mit seiner Familie nach Hollywood und dreht dort im Jahr 2003 das Drama “21 Gramm“ mit Sean Penn und Naomi Watts, in dem ein Verkehrsunfall die Schicksale von drei Personen und ihren Familien miteinander verbindet.
Als Iñárritu 2006 das Drama “Babel“ mit Brad Pitt, Cate Blanchett und Gael García Bernal verfilmt, wird deutlich, dass “Babel“ zusammen mit “Amores perros“ und “21 Gramm“ aufgrund der ähnlichen Erzählstrukturen und Thematiken eine Trilogie zum Thema Gewalt, Tod und der Diskrepanz zwischen Arm und Reich bilden.
Britischer Schauspieler (geb. am 19.9.1948 in Cowes), wollte ursprünglich Tierarzt werden. Ab den 1970er Jahren wirkte er in mehreren Fernseh- und Theaterproduktionen mit, bevor ihm 1980 mit „Die Geliebte des französischen Leutnants“ der Durchbruch gelang. Schon bald war er einer der gefragtesten Charakterdarsteller Hollywoods und Europas.
1988 spielte er in Die Unzertrennlichen von David Cronenberg eine Doppelrolle, die ihm viel Lob einbrachte. Für seine Darstellung des Klaus von Bülow in „Die Affäre der Sunny von B.“ bekam er 1990 den Oscar als bester Hauptdarsteller. 1993 arbeitete er für „M. Butterfly“ erneut mit Cronenberg zusammen. Große Popularität und Berühmtheit erlangte er 1995 durch seine Rolle des Bösewichts in „Stirb langsam – Jetzt erst recht“ mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson. Der Film ist bis heute Jeremy Irons' größter finanzieller Erfolg. 1997 spielte er in Lolita und der Alexandre-Dumas-Verfilmung Der Mann in der eisernen Maske mit.
US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmproduzent (geb. am 22.01.1953 in Akron, Ohio, USA), ging mit 17 Jahren nach New York, wo er unter anderem bei Nicholas Ray und Wim Wenders Regie und Produktionsassistenz lernte und 1984 seinen ersten Kurzfilm "Stranger Than Paradise" drehte, den er später zu einer Langversion streckte.
Jarmuschs Werk dreht sich immer wieder um das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und der Bindungskraft familiärer Beziehungen. Während man hinter diesen konfliktreichen Konstellationen oft einen pessimistischen, zuweilen antiamerikanischen Unterton vermuten könnte, verwehren sich seine Filme konsequent gegen eine solche Wertung. Er zählt zu den wenigen wirklichen "Independent-Regisseuren" oder Autorenfilmern, d.h. er behält die Kontrolle über die gesamte Filmproduktion sowie die Rechte an den Negativen seiner Filme.
Wie einige seiner Zeitgenossen (z.B. Paul Thomas Anderson und Quentin Tarantino) verteilt Jarmusch einen Teil der Rollen auf die Mitglieder eines Stammensembles, mit denen er auch befreundet ist wie etwa Iggy Pop, Tom Waits und Roberto Benigni.
amerikanischer Schauspieler (geb. 13. 5 1939 in New York City)
Keitel wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Erst im Alter von 28 nahm er Schauspielunterricht und lernte die Technik des Method Acting. Als Mitglied der renommierten Lee Strasberg-Schule The Actors Studio war er ab Mitte der 1960er Jahre an vielen New Yorker Bühnen zu sehen.
Doch meist musste er sich mit Engagements fernab des Broadways zufrieden geben. Eines Tages stolperte er über einen Anzeige des Studenten Martin Scorsese, der für seinen Film "Who's That Knocking At My Door?" einen Darsteller suchte. Keitel bekam die Rolle und auf diese erste Zusammenarbeit folgten einige weitere in den 70er Jahren: "Mean Streets", "Alice Doesn't Live Here Anymore" und "Taxi Driver".
Seinen endgültigen, internationalen Durchbruch schaffte Keitel mit seinem Mitwirken in Quentin Tarantinos Erstlingswerk "Reservoir Dogs" und Bereits sein nächster Film "Bugsy" brachte ihm 1991 eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller ein. 1992 spielt Harvey Keitel den drogenabhängigen Polizisten, der immer wieder von Wettleidenschaft getrieben wird, in Abel Ferraras Regiemeisterwerk "Bad Lieutnant". Durch Rollen in "Pulp Fiction" und "From Dusk Till Dawn" erlangte Harvey Keitel Kultstatus.
eigentlich Nikolaus Günter Karl Nakszynski, deutscher Schauspieler (geb. am 18.10.1926 in Danzig, Polen, gest. am 23.11.1991 in Lagunitas, Kalifornien), verbrachte seine Kindheit in Berlin, bevor er 1944 in britische Kriegsgefangenschaft geriet, wo er bereits erste Theaterrollen auf einer provisorischen Bühne spielte. Ab 1953 zog er als Ein-Mann-Wanderbühne durch die Theater und wurde so einem breiteren Publikum bekannt.
In dem Dokumentarfilm „Mein liebster Feind“ schildert der Regisseur Werner Herzog das Verhältnis zwischen ihm und Kinski, die sich 1971 kennen lernten und zeitweilig in München zusammenwohnten. Herzog spricht in dem Film davon, dass Kinski ihn einerseits verachtete und bei Dreharbeiten gemeinsamer Filme oftmals demütigte, bis Herzog fast in Tränen ausbrach. Andererseits entwickelte sich - laut Herzog - eine kreative und künstlerische Kraft, die sich zwischen 1972 und 1987 auf Filme wie „Aguirre, der Zorn Gottes“, „Nosferatu – Phantom der Nacht“, „Woyzeck“, „Fitzcarraldo“ und „Cobra Verde“ auswirkte. Oft verkörperte Kinski Schurken und psychopathische Charaktere, und er bestätigte sein Image durch sein exzentrisches, aggressives Auftreten in der Öffentlichkeit.
Außer der Zusammenarbeit mit Herzog spielte Kinski in mehreren Hollywood-Filmen mit, zusätzlich nahm er Schallplatten auf, die sich weltweit mehrere Millionen Mal vekauften.
Aus drei Ehen gingen Pola, Nikolai und Nastassja Kinski hervor, die heute ebenfalls als Schauspieler tätig sind.
Klaus Kinski starb 1991 mit 65 Jahren an einem Herzinfarkt in Kalifornien.
Österreichisch-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler (geb. am 5.12.1890 in Wien, gest. am 2.8.1976 in Beverly Hills), führte 1919 in seinem ersten Film Regie; der Durchbruch gelang ihm 1922 mit dem Stummfilm „Dr. Mabuse, der Spieler“, der erste Film einer Reihe von Dr. Mabuse-Filmen. Die ausufernden Kosten seines bekanntesten Films „Metropolis“ von 1927 brachten die Produktionsfirma an den Rand des Ruins; die Idee zu dem Film entstand unter anderem während einer längeren USA-Reise.
In seinem ersten Tonfilm „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ von 1931 setzte Lang die neue Technik bereits meisterhaft ein, indem eine Melodie, die der Mörder wiederholt pfeift, zu dessen Überführung führt.
Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland versuchte Joseph Goebbels, Lang zu Propaganda-Zwecken zu werben; 1933 emigrierte dieser nach dem Verbot seines Films „Das Testament des Dr. Mabuse“ zunächst nach Frankreich, ein Jahr später dann in die USA, wo er in Hollywood seine Karriere mit teilweise anti-nazistischen Filmen fortsetzte. 1956 kam Lang nach Europa zurück, wo er noch drei weitere Filme drehte, danach aber endgültig in die USA zurückkehrte. Seine letzte Regiearbeit vollzog sich in dem Film „Die Verachtung“ von Jean-Luc Godard, in dem er sich selbst als Filmregisseur verkörperte.
Italienischer Filmschauspieler (geb. am 28.9.1924 in Fontana Liri, gest. am 19.12.1996 in Paris), wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten interniert, konnte allerdings flüchten und nahm ab 1945 Schauspielunterricht. 1947 debütierte er in dem Film „Miserabili“.
Bekannt wurde Mastroianni mit dem Film „Das süße Leben“ („La Dolce Vita“) von 1960, in dem er neben Anita Ekberg unter der Regie von Federico Fellini spielte; mit ihm arbeite Mastroianni in den Folgejahren immer wieder zusammen, unter anderem in Filmen wie „Achteinhalb“, „Ginger und Fred“ und „Die Stadt der Frauen“. Mastroianni war von 1948 bis zu seinem Tod mit der Schauspielerin Flora Carabella verheiratet, mit der er eine Tochter hatte. Aus der Beziehung mit Catherine Deneuve entstammt die Tochter Chiara Mastroianni.
Der Neue Deutsche Film (auch „Junger Deutscher Film“, abgekürzt: „JDF“) war ein Filmstil in der BRD der 1960er und 1970erJahre. Er ist verbunden mit den Namen der prominenten Regisseure Alexander Kluge, Wim Wenders, Volker Schlöndorff, Werner Herzog und Rainer Werner Fassbinder. Der Neue Deutsche Film wollte in erster Linie nicht unterhalten, sondern das Publikum zum Nachdenken anregen. Er wollte finanziell unabhängig sein und ist allein schon deshalb häufig Autorenfilm. Der Neue Deutsche Film wurde von der französischen „Nouvelle Vague“ und der 68er Protestbewegung beeinflusst.
Britischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent (geb. am 21.3.1958 in London), verließ mit sechzehn Jahren die Schule und erhielt ein Stipendium des Rose Bruford Drama College. 1979 startete er am Royal Court Theatre in London seine Karriere als Theaterschauspieler. Für die BBC stand er Ende der 80er Jahre erstmals vor der Kamera. Sein Kinodebüt gab er 1986 in „Sid und Nancy“, einem Film über den Sex Pistols-Bassisten Sid Vicious. 1991 spielte er in Oliver Stones Politthriller „JFK - Tatort Dallas“ John F. Kennedys mutmaßlichen Mörder Lee Harvey Oswald. Seitdem haftet ihm das Image des Bösewichtes an, den er u.a. in „Dracula“, „Air Force One“, „Das Fünfte Element“, „True Romance“, „Leon - Der Profi“ und „Lost in Space“ verkörperte.
Gary Oldman ist bekannt für seine diversen Akzente. Er soll sämtliche amerikanischen Akzente sprechen können und spricht in jedem seiner Filme einen anderen Akzent. In Interviews und außerhalb seiner Filme spricht er jedoch mit Cockney-Akzent.
französischer Regisseur und Drehbuchautor (geb. am 15.11.1967 in Paris, Frankreich).
Aufgrund seiner originellen und provokativen Darstellung gesellschaftlicher Tabuthemen wird ihm von vielen Kritikern neben dem Status als französisches Wunderkind der Titel eines enfant terrible verliehen. Denn seine nahezu unerschöpfliche Fähigkeit, immer wieder aufs Neue zu schockieren, beweist er in all seinen Filmen. Im Zentrum der Werke stehen überwiegend die Sexualität seiner Figuren und deren Suche nach ihrer Identität. Dabei trägt die dargestellte Sexualität insbesondere in Ozons frühen Werken deutlich gewalttätige Züge wie z. B. in “Regarde la mer“ (1997), “Sitcom“ (1998) und “Tropfen auf den heißen Stein“ (2000).
Die häufige Thematisierung gleichgeschlechtlicher Liebe und das Wanken zwischen heterosexueller und homosexueller Orientierung seiner Filmfiguren, kann auf Ozons höchstwahrscheinlich eigene Homosexualität zurückgeführt werden.
Ähnlich wie sein Vorbild Rainer Werner Fassbinder dreht auch Ozon seine Filme bevorzugt mit denselben Schauspielerinnen. Dabei kristallisiert sich die Engländerin Charlotte Rampling als seine Muse heraus, die u.a. in “Swimming Pool“ (2003) mitspielte, der große internationale Erfolge feierte.
Sein bislang erfolgreichster Film ist “8 femmes“ (2002) mit Cathérine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Virginie Ledoyen und Ludivine Sagnier. Die Krimi-Musical-Farce mit dem weiblichen Staraufgebot wurde u.a. mit mehreren European Film Awards und dem Silbernen Bären in Berlin ausgezeichnet.
italienischer Filmregisseur, Dichter und Publizist (geb. am 5.3.1922 in Bologna; gest. am 2.11.1975 in Ostia).
In seinen Filmen setzte sich Pasolini mit den Missständen in der italienischen Gesellschaft im Besonderen, mit faschistoiden Strukturen und Mechanismen in autoritären Systemen im Allgemeinen sowie mit den Un-/Möglichkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen auseinander. Seine Charaktere waren sozial ausgegrenzt und rebellisch. Bei der Wahl seiner Darsteller griff er häufig auf Amateure zurück.
Pasolini war lange mit dem österreichischen Maler und Bildhauer Alfred Hrdlicka befreundet; er hatte einen Priester wissen lassen, dass er schwul sei. Dieser verletzte sein Beichtgeheimnis und informierte die Öffentlichkeit. Das hatte zur Folge, dass Pasolini seinen Lehrerjob verlor und aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen wurde.
Seine erster Roman „Ragazzi di Vita“ von 1955, der im Zuhälter- und Strichermilieu angesiedelt ist, brachte ihm neben literarischem Erfolg auch eine Klage wegen der obszönen Darstellung ein.
Im November 1975 wurde Pasolini ermordet; der Mord ist bis heute nicht restlos aufgeklärt.
amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor (geb. am 17.08.1960 in Santa Monica, Kalifornien).
Aus einer Filmschaffenden Familie stammend, zeichnet sich schon früh Sean Penns Leidenschaft für den Film ab. In seiner Kindheit dreht er eigene Super-8-Filme, in denen er auch selbst mitwirkt.
Seine schauspielerische Karriere beginnt er am Broadway, wo schon bald Hollywood auf ihn aufmerksam wird. 1981 folgt sein Schauspieldebüt an der Seite des jungen Tom Cruise in "Die Kadetten von Bunker Hill".
Von Beginn seiner schauspielerischen Laufbahn an gilt sein besonderes Interesse der Interpretation schwieriger, unzugänglicher Charaktere und sozialer Verlierer. Der Durchbruch gelingt ihm so auch 1994, nach längerer Schauspielpause, in dem Gangsterfilm “Carlito’s Way“ von Brian de Palma, in dem Penn als drogensüchtiger Anwalt an der Seite von Al Pacino brilliert und für seine Leistung mit dem Golden Globe als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wird.
Ein Jahr später spielt er unter der Regie von Tim Robbins in “Dead Man Walking“ (1995) einen zu Tode Verurteilten. Für viele Kritiker gilt dieser Film als seine bisher beste Leistung und Penn wird erstmals für den Oscar® als Bester Hauptdarsteller nominiert.
Im Jahre 2004 geht der Hollywood-distanzierte Schauspieler auf Drängen seines Freundes Clint Eastwood zum ersten Mal zu einer Oscar®-Verleihung und erhält prompt den ersten Oscar® seiner Karriere für seine Leistung in “Mystic River“ (2003) von Clint Eastwood. Mit der Verfilmung von “The Pledge - Das Versprechen“ (2000), einem Krimi mit Jack Nicholson nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt, gelingt Penn auch der Durchbruch als Regisseur. Eine weitere ehrwürdige Etappe in seinem Künstler-Dasein schreibt das Jahr 2008, als er das Amt des Jurypräsidenten bei den 61. Filmfestspielen von Cannes bekleidet. Noch im selben Jahr ist er in der Biographie “Milk“ von Gus Van Sant zu sehen, in der Penn den schwulen Bürgerrechtler Harvey Milk spielt und für seine schauspielerische Darbietung den zweiten Oscar® seiner Karriere erhält.
Amerikanischer Schauspieler (geb. 9.4.1954 in Houston, Texas), gab 1977 mit „Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen“ sein Kinodebüt. 1983 spielte er in dem vierfach Oscar-prämierten Film „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ einen Astronauten. 1996 arbeitete er für das Theaterstück „True West“ das zweite Mal (nach Long Riders, 1980) mit seinem Bruder Randy zusammen. Im gleichen Jahr hatte er mit „Dragonheart“ einen großen Kinoerfolg.
Es folgten die Beteiligung an dem Film „Traffic – Macht des Kartells“ und die Hauptrolle in Roland Emmerichs Blockbuster „The Day After Tomorrow“. Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre durchlebte Dennis Quaid wegen einer Drogensucht einen Karriereknick. Er begab sich in eine Suchtklinik und ist nach eigenen Angaben seit 1992 clean geblieben.
eigentlich Jean-Marie Maurice Schérer, französischer Film- und Theaterregisseur, Essayist, Filmkritiker und –theoretiker (geb. am 21.3.1920 in Tulle), ehemaliger Lehrer, drehte 1959 seinen ersten Spielfilm "Le Signe du Lion"
Nach der Gründung einer Produktionsfirma widmet sich Rohmer ganz der Filmarbeit. Bereits 1962 hatte er mit dem Kurzfilm „Die Bäckerin von Monceau“ seinen ersten Filmzyklus „Contes Moraux“ eröffnet. Bis 1972 werden fünf weitere Filme realisiert: „Die Karriere von Suzanne“, „Die Sammlerin“, „Meine Nacht bei Maud“, „Claires Knie“ (1970) und „Die Liebe am Nachmittag“. Meine Nacht bei Maud, der wegen fehlender Unterstützung der französischen Filmförderung um drei Jahre verschoben werden musste, wird ganz überraschend ein großer Publikumserfolg, bis heute ist es Rohmers erfolgreichster Film. In Rohmers Filmen scheint die Liebe ein intelligentes Spiel für intelligente Menschen zu sein, etwas, das man ernst, aber auch nicht zu ernst nehmen sollte, etwas, über das sich endlos reden lässt, genau wie man über Filme, Musik oder Philosophie redet, weil es intellektuell stimuliert. Obwohl Rohmers Filme immer zeitlich und örtlich genau definiert sind, sind sie doch zeitlos.
US-amerikanisches Filmfestival, 1978 unter dem Namen "Utah/US Film Festival" gestartet, um mehr Filmemacher nach Utah zu ziehen. Es gehört weltweit zu den größten seiner Art. Das Festival findet jährlich in Park City und Salt Lake City, Utah, statt und ist eine der wichtigsten Plattformen für amerikanische und internationale Independent-Filme.
Viel Aufmerksamkeit erlangte das Festival erstens dadurch, dass Robert Redford Vorstandsvorsitzender des Festivals wurde. Zusätzlich wurde es von September auf den Januar verlegt, angeblich auf einen Ratschlag Sydney Pollacks hin, der anmerkte, dass ein Festival in einem Skigebiet im Winter dazu führen würde, "dass Hollywood hier die Tür einrennt, um daran teilzunehmen".
Viele unabhängige Filmemacher verdanken ihren Durchbruch dem Festival, darunter Kevin Smith, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino, James Wan und Jim Jarmusch.
amerikanischer Regisseur, Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor (geb. 27. 3. 1963 in Knoxville/Tennessee),
wurde nach dem Schmied, Quint Asper, aus der Fernsehserie "Rauchende Colts", den Burt Reynolds von 1962 bis 1965 verkörperte, benannt. Seit seinem zweiten Lebensjahr lebte er mit seiner alleinerziehenden Mutter in Los Angeles.
Mit 16 Jahren verließ er die Highschool, um eine Schauspielausbildung zu beginnen, fünf Jahre später übernahm er einen Job in der Video Archive-Videothek in Manhattan Beach, wo er sich auführlich mit dem Studium von Filmen und dem Aneigenen von Detailwissen beschäftigte. Zu dieser Zeit entwickelte er mit seinen Freunden Roger Avary und Jerry Martinez auch die ersten Drehbücher.
Die Suche nach Investoren blieb jedoch zunächst erfolglos bis Anfang der 90'er Jahre Schauspieler Harvey Keitel durch die Initiative des Produzenten Lawrence Bender auf das Skript zu "Reservoir Dogs" aufmerksam wurde und seine finanzielle und schauspielerische Beteilung zusicherte. Mit dem Film erlebte Tarantino seinen Durchbruch und weitere preisgekrönte Erfolgsfilme wie "True Romance", "Pulp Fiction" und "From Dusk Till Dawn" folgten.
Ganz in der Tradition der Autorenfilmer bestimmt Tarantino die wichtigen Aspekte seiner Filme selbst, führt Regie und tritt in seinen Filmen, ob nur durch seine Stimme oder einen kurzen Auftritt im Hintergrund, meist auch selbst auf.
französischer Regisseur, Filmkritiker, Schauspieler und Produzent (geb. am 6.2.1932 in Paris, gest. am 21.10.1984 in Neuilly-sur-Seine) gehörte zusammen mit Jean-Luc Godard zu den Hauptvertretern der französischen Nouvelle Vague.
Er begann 1951 zunächst als Filmkritiker beim Kinomagazin Cahiers du Cinéma in Paris. 1956 war er Assistent von Roberto Rossellini und wurde 1957 Filmproduzent mit einer eigenen Firma. Als Filmkritiker hatte Truffaut maßgeblichen Anteil an der Anerkennung von Regisseuren als Künstler bzw. Autorenfilmer.
Sein 1959er Filmdebüt „Sie küssten und sie schlugen ihn“ (nach dem Kurzfilm „Die Unverschämten“) brachte ihm die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes für die beste Regie sowie eine Oscar-Nominierung ein. Es folgten Filme wie „Geraubte Küsse“ von 1968, er schilderte 1970 einen Ehealltag in „Tisch und Bett“ und beendete die Chronik des Paares 1979 mit „Liebe auf der Flucht“. Unvergessen auch seine poetische Dreiecksgeschichte „Jules und Jim“ sowie sein Okkupationsdrama „Die letzte Metro“, wofür er 1981 den César für die beste Regie und den besten Film bekam.
François Truffaut war bis zu seinem Tod 1984 mit der französischen Schauspielerin Fanny Ardant zusammen, die auch in einigen seiner Filme zu sehen war.
1917 als Universum-Film AG (Ufa) gegründet, um der ausländischen Filmkonkurrenz, auch in der Propaganda, besser gewachsen zu sein. Sie ist eine der ältesten und profiliertesten deutschen Unterhaltungsmarken und steht u.a. in der künstlerischen Tradition von Filmen des deutschen Expressionismus.
Nach 1918 kommt es zu einer Konzentration auf publikumswirksame Genres. Ab 1922 fungieren die Babelsberger Bioscop-Ateliers neben Ateliers in Berlin als Produktionszentrum. Regisseure wie Fritz Lang oder F.W. Murnau realisieren Großprojekte wie „Metropolis“, „Dr. Mabuse“, „Die Nibelungen“ oder „Faust“ für die Ufa. 1930 inszeniert Josef von Sternberg mit Emil Jannings und Marlene Dietrich den Tonfilm-Welterfolg „Der blaue Engel“.
Die Gleichschaltung der Nationalsozialisten führt 1942 zur Verschmelzung von Ufa, Tobis, Terra, Bavaria und Wien-Film zu einem Konzern, der Ufa-Film GmbH (Ufi), nach dem Krieg kommt es zur Privatisierung von UFA und Bavaria.
1964 erwirbt Bertelsmann die Universum-Film AG sowie die Ufa-Theater AG. Um den Ausverkauf der Filmrechte der alten Ufa zu verhindern, wird die F.-W.-Murnau-Stiftung errichtet, die 1966 die Rechte an den Ufa- und Bavaria-Filmen kauft und seither verwaltet. Mit dem Start des Privatfernsehens gründet Bertelsmann gemeinsam mit Gruner & Jahr die UFA Film- und Fernseh-GmbH in Hamburg. Heute ist die UFA Deutschlands marktführende Produktionsgruppe.
Deutscher Filmregisseur (geb. am 13.07.1938 in Berlin) und Sohn des deutschen Schauspielers und Regisseurs Paul Verhoeven (1901-1975), kam über die Umwege Schauspiel und Tätigkeit als Arzt zur Regie. Ende der 60er Jahre gründete er die Filmproduktionsfirma Sentana gemeinsam mit seiner Ehefrau Senta Berger und begann als Regisseur Filme zu drehen.
Sein experimenteller Anti-Vietnam-Kriegsfilm „o.k.“ von 1970 sorgte als Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale für einen so großen Skandal, dass der Wettbewerb abgebrochen wurde und ohne Preisverleihung blieb. 1982 verfilmte er die Geschichte der Geschwister Scholl in „Die weiße Rose“; für seinen Film „Das schreckliche Mädchen“ von 1990 erhielt er eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film.
Jeweils zusammen mit Senta Berger wurde er 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2002 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet und gilt vor allem wegen seiner Filme, die sich mit der Geschichte des dritten Reichs beschäftigen, als einer der wichtigsten deutschen politischen Regisseure.
Niederländischer Filmregisseur (geb. 18.07.1938 in Amsterdam), begann mit dem Dreh von Kurzfilmen und Serien, bevor er 1985 nach Hollywood ging.
Verhoevens Filme sind meist geprägt von Gewalt und Sexualität und damit oft Grund heftigster Auseinandersetzungen von Filmkritikern und der Öffentlichkeit.
Gewalt findet in seinen Filmen selten stilisiert statt, sondern extrem realistisch. Diese Gewaltdarstellungen sind allerdings teilweise stark übertrieben, wie in seinen Werken „Robocop“, „Total Recall“, „Starship Troopers“ oder „Hollow Man“.
Sexualität in Verhoevens Filmen wird von Kritikern oft in die Nähe von Pornographie und Obszönität gerückt. Auch lösten seine Filme wie „Basic Instinct“ oder „Türkische Früchte“ heftige Proteste bei Frauen- und Homosexuellenverbänden aus. Ein weiteres Merkmal seiner Filme sind starke, den Männern oftmals überlegen wirkende Frauen.
Weibliche Regisseure (oder heißt es Regisseurinnen?) sind immer noch eine Seltenheit in internationalen Filmproduktionen. In Deutschland sind lediglich zwei Filmemacherinnen vergleichbar erfolgreich wie ihre männlichen Kollegen.
Doris Dörrie (geb. 1955): "Nackt", "Bin ich schön?"
Caroline Link (geb. 1964): "Jenseits der Stille", "Nirgendwo in Afrika"
Sofia Coppola (geb. 1971): "The Virgin Suicides", "Lost in Translation", "Marie Antoinette"
Nora Ephron (geb. 1941): "Schlaflos in Seattle", "Verliebt in eine Hexe"
Jane Campion (geb. 1954): "Das Piano", "In the Cut"
Susan Seidelman (geb. 1952): "Susan - verzweifelt gesucht", "She-Devil"
Kathryn Bigelow (geb. 1951): "K-19: Showdown in der Tiefe", "Blue Steel"
Christine Jeffs (geb. 1963): "Sylvia"
Jodie Foster (geb. 1962): "Familienfest und andere Schwierigkeiten"
Australischer Regisseur (geb. am 21.08.1944 in Sydney), schaffte bereits mit seinen ersten Filmen „Die Autos, die Paris auffraßen“ und „Picknick am Valentinstag“ seinen Durchbruch in Australien.
Sein Ruf als Regisseur, der Schauspielern wie Mel Gibson, Harrison Ford und Richard Chamberlain zu Charakterrollen verhalf, gründet sich vor allem auf die nachfolgenden Filme „Der Club der toten Dichter“ von 1989, der Robin Williams als ernstzunehmenden Schauspieler etablierte und „Die Truman Show“, für die Jim Carrey 1998 den Golden Globe erhielt. Dazwischen lagen 1990 die eher leichte Komödie „Green Card“, nach der Gérard Depardieu im amerikanischen Kino Fuß fasste und mit „Fearless – Jenseits der Angst“ ein Film über die psychischen Folgen eines Flugzeugabsturzes, mit dem Weir zu den spirituellen Themen zu Beginn seiner Karriere zurückkehrte.
Mit seinem letzten Film „Master & Commander - Bis ans Ende der Welt“ drehte er seinen ersten richtigen Kostüm- und Actionfilm, aber auch hier mit psychologischen Untertönen.
amerikanischer Schauspieler (geb. 19. 3. 1955 in Idar-Oberstein, Rheinland-Pfalz).
Sohn der deutschen Marlene Willis aus Kassel und des amerikanischen Soldaten David Willis, geboren mit dem Namen Bruno, siedelte erst im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern und drei jüngeren Geschwistern nach New Jersey über.
Die ersten Erfahrungen mit dem Schauspielern machte Willis an der Schule als eine Therapieform für sein Stottern und spielte später auf New Yorker Theaterbühnen und in Werbespots. Neben der Hauptrolle, die er ab 1985 in der Serie "Das Model und er Schnüffler" spielte, wurde er erfolgreich als Sänger und seine Album "The Return of Bruno" erhielt Platin.
1988 gelang Bruce Willis mit "Stirb langsam" der schauspielerische Durchbruch und es folgten Rollen zum Beispiel in Quentin Tarantinos Kultfilm "Pulp Fiction", ebenfalls 1994 in "North", oder in "The sixth sense". Im Oktober 2006 wurde Bruce Willis mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.
Deutscher Regisseur (geb. am 25.8.1959 in Marl), wurde nach dem Abitur zunächst Fußball-Profi, beendete aber die Karriere aufgrund mangelnden Talents und zugunsten eines Soziologie-, später dann des Regie-Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, das er 1989 erfolgreich abschloss. Nach einigen Engagements als Schauspieler erfolgte der große Regie-Durchbruch 1994 mit „Der Bewegte Mann“, der bis heute einer der erfolgreichsten Deutschen Kinofilme ist.
Er drehte in der Folgezeit weitere Filme wie „St. Pauli-Nacht“ und „Der Himmel von Hollywood“, die weniger erfolgreich waren, bis er 2003 mit „Das Wunder von Bern“ zu seiner alten Leidenschaft zurückkehrte und der nicht nur ein finanziell großer Erfolg wurde, sondern zusätzlich viel Lob bei den Kritikern erntete und mehrere Preise wie den Bayerischen Filmpreis gewann.
Während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland im Sommer 2006 begleitete er fortlaufend die Deutsche Nationalmannschaft, woraus über 100 Stunden Filmmaterial entstand; im September 2006 brachte Wortmann seinen ersten Dokumentarfilm in die Kinos: „Deutschland. Ein Sommermärchen.“
US-amerikanischer Film von 1980 mit Olivia Newton-John und Gene Kelly in den Hauptrollen, in dem ein legendäres Vergnügungslokal den Namen „Xanadu“ trägt. Bekannter als der Film selber ist allerdings der Soundtrack von Olivia Newton-John und dem Electric Light Orchestra.
Amerikanische Schauspielerin (geb. am 20.11.1959 in Louisville, Kentucky), debütierte nach dem Studium an der New Yorker School of American Ballet am Theater in Los Angeles. 1980 spielte sie in „Jane Austen in Manhattan“ ihre erste Filmrolle. Bekannter wurde sie allerdings durch ihre Rolle in „Blade Runner“ von 1982 an der Seite von Harrison Ford, es folgten Filme „No Way Out – Es gibt kein Zurück“ und „Ace Ventura“ neben Jim Carrey und Courteney Cox.
Im Original: „A Zed and Two Noughts“, surreales Werk und einer der ersten Filme des britischen Regisseurs Peter Greenaway von 1985.
Nachdem ihre Frauen durch einen bizarren Autounfall getötet wurden, machen sich die Zwillingsbrüder Oliver und Oswald daran, die Evolutionsgeschichte auf die Ursachen von Verfall und Tod zu untersuchen. Dabei analysieren die beiden Zoologen sämtliche Lebewesen von Bakterien bis hin zu Säugetieren. Schließlich wollen sie die im Zeitraffer festgehaltenen Verfallsexperimente mit ihren eigenen Leichen komplettieren.
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